Liebe Mitglieder,
liebe Eltern,
 
am Dienstag, dem 28.06.2016 fand die angekündigte Beratung beim Oberbürgermeister zum Thema Doppelnutzung von Horträumen statt.

Teilnehmer der Beratung waren:

Herr Oberbürgermeister Hanke
Herr Bürgermeister Lang
Herr Köhler (Fachgruppe Schulen und Kindertagesstätten Stadt Pirna)
Frau Kretschmer (Landesjugendamt)
Frau Nickl (Jugendamt Landkreis)
Herr Brandstäter (Sächsische Bildungsagentur)
Herr Eichler (Schulleiter)
Frau Biener (stv. Schulleiterin)
Frau Panier (Hortleiterin)
Frau Schwarz (Elterninitiative Hort "Die Schlaufüchse" e. V.)
Herr Lehnert (Elterninitiative Hort "Die Schlaufüchse" e. V.)

Die Beratung fand im Allgemeinen in einer offenen Atmosphäre statt. Einigkeit konnte darüber festgestellt werden, dass für eine kurzfristige Entlastung der anstehenden Raumproblematik eine Doppelnutzung von Horträumen unumgänglich ist. Im Fokus der Diskussion stand dabei, wie diese Situation mit der geringsten Beeinträchtigung der Kinder in Schule und Hort gemeistert werden kann.

Die beteiligten Partner konnten zu Beginn ihre Positionen darlegen und ihre Sicht begründen. Leider fanden in der folgenden Diskussion die Argumente der Grundschule seitens der Stadt Pirna wesentlich höhere Beachtung als die fachlichen Begründungen des Hortes. Infolgedessen konnten die Vertreter der Elterninitiative wesentliche Forderungen nicht durchsetzen. Auf Grund dieser Entwicklung mussten die Vertreter der Elterninitiative einschätzen, dass ein striktes Beharren auf den eigenen Forderungen nur eine weitere Verhärtung der Fronten, zu einem Scheitern der Verhandlungen und im Hinblick auf die zeitlichen Rahmenbedingungen zu einer Gefährdung des Schulbeginns führen würde. Die Verantwortung dafür konnte und wollte der Vorstand der Elterninitiative nicht übernehmen. Im Interesse der Kinder stand somit das Ziel, die Rahmenbedingungen so mitzugestalten, dass die Auswirkungen der Doppelnutzung in einem vertretbaren Rahmen gehalten werden. Wir bedauern allerdings sehr, dass auch seitens der Stadt Pirna unseren Anforderungen dabei so wenig Rechnung getragen wurde.

Nach der Beratung wurde seitens der Stadt festgestellt:

  1. Entsprechend der Forderung der Elterninitiative wird der Zeitraum der Doppelnutzung auf 1 Jahr befristet. Es wurde vereinbart, in dieser Zeit regelmäßig ca. alle 3 Monate (das erste Mal im Oktober 2016) gemeinsame Beratungen zum Stand der Doppelnutzung und dem Ziel der mittelfristigen Bedarfsplanung und Raumkonzeption hinsichtlich der Doppelnutzung durchzuführen. Ausdrückliches Ziel soll es sein, die Doppelnutzung schnellstmöglich aufzulösen.
  2. Für die Doppelnutzung werden die Zimmer 8-10 des Hortes vorgesehen. Um eine Überschneidung des Schul- und Hortbetriebes in diesem Bereich zu vermeiden, erfolgt in diesen Zimmern am Vormittag der Schulbetrieb für die 2. Klassen, am Nachmittag werden in diesen Zimmern die 3. Klassen im Hort betreut. Begründet wurde dies damit, dass die 3. Klassen länger als die 2. Klassen Unterricht haben und in der 3. Klasse die Bildungsempfehlung erstellt wird. Es soll damit vermieden werden, dass der Schulbetrieb in der 6. und 7. Unterrichtsstunde durch übermäßigen Kinderlärm spielender Hortkinder im benachbarten Bereich erheblich gestört und somit die Leistungsfähigkeit der Schüler der 3. Klasse beeinträchtigt wird. (Der Hort behält sich allerdings vor, entsprechend seinen Anforderungen Alternativmöglichkeiten der Raumbelegung am Nachmittag zu prüfen, um den reibungslosen Betriebsablauf im Hort unter diesen Bedingungen mit den geringsten Einschränkungen dadurch zu gewährleisten.)
  3. Die zur Doppelnutzung vorgesehen Räume sind schnellstmöglich so einzurichten, dass sie sowohl den Anforderungen des Schulbetriebes, als auch den Freizeitinteressen des Hortes gerecht werden. Dazu findet am 29.06.2016 eine gemeinsame Abstimmung zwischen Hortleitung, Erzieherinnen, Grundschule, Stadtverwaltung Pirna und dem Jugendamt des Landkreises statt, in der die Möblierung der Zimmer unter diesen Prämissen abgestimmt und entsprechende Beschaffungen durch die Stadt Pirna ausgelöst werden sollen. Ziel soll es sein, dass die betreffenden Räume ohne großen Aufwand am Nachmittag für die Hortnutzung umgestaltet und genutzt werden können. Die Stadt Pirna bittet aber auf Grund bestehender Bestell- und Lieferfristen um Verständnis dafür, dass dafür mögliche Übergangslösungen geschaffen werden müssen, da der rechtzeitige Unterrichtsbeginn nach den Ferien ermöglicht werden muss.
  4. Entsprechend der Forderung der Elterninitiative und unter Unterstützung des Landesjugendamtes wurde der zusätzlichen Doppelnutzung des Raumes 11 (Werkenzimmer) am Nachmittag durch den Hort zugestimmt. Damit soll ein entsprechender Ausgleich für die zunehmende Beeinträchtigung des Hortbetriebes durch die Doppelnutzung zumindest teilweise ausgeglichen werden.

Abschließend wurde durch BM Lang auf Anfrage der Elterninitiative festgestellt, dass auf Grund der mittelfristigen Bedarfsplanung im Bereich Kindertagesstätten für den Hort "Die Schlaufüchse" auch nach Fertigstellung der Baumaßnahmen in der Lindenstraße und Neubau der KiTa Roßmäßler-Str. weiterhin an einer Betreuungskapazität von 185 Plätzen festgehalten wird.

Ihr Vorstand der Elterninitiative